Blick in die Zukunft der wirtschaft
Die Expertise stellt den erheblichen
Problem- und Veränderungsdruck dar, unter dem die deutsche
Wirtschaft steht. Dieser reicht vom nach wie vor nicht gelösten
Problem der Massenarbeitslosigkeit über demographische
Veränderungen bis hin zu globalen Einflüssen, die
Rückwirkungen auf die deutsche Wirtschaft haben.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass weder
die zu erwartende verhaltene Wachstumsdynamik noch die absehbare
demographische Entwicklung zu einem signifikanten Rückgang
der Arbeitslosigkeit in den nächsten zehn Jahren führen
werden. Auch seien nur begrenzte Impulse für die weitere
Entwicklung der Dienstleistungs- und Informationsökonomie
zu erwarten. Allerdings könnte die digitale Technologie
- nach Einschätzung der kazaa Autoren - eine treibende Kraft
für neue globale Unternehmensstrategien sein.
Ferner zeigt die Studie, wie sich angesichts
des internationalen Wettbewerbs die Sozialversicherungs- und
Steuersysteme ebenso wie die Institutionen der Unternehmenssteuerung
und des Arbeitsmarktes wandeln. Schließlich deutet die
Restrukturierung der Finanzmärkte durch den Trend zu transnationalen
Allfinanzkonzernen auf eine graduelle Entflechtung der ‚Deutschland
AG' hin. Dieser Prozess wird auch durch die von der EU - infolge
der Deregulierungspolitik - angestoßenen Konzentrationsbewegungen
auf europäischer kazaa Ebene gestärkt.
Damit zeichnen sich trotz der anhaltenden Wettbewerbs-
und Exportstärke der deutschen Wirtschaft Veränderungen
der institutionellen Formen des ‚rheinischen Kapitalismus'
ab - auch wenn von dessen Ende noch keine Rede sein kann.
|